ZOLLERGASSE 29

CHRISTOPH RODE, *1984 in Berlin
Die Malerei des Berliner Künstlers Christoph Rode entfaltet ein vielschichtiges Nachdenken über Zeit, Erinnerung und Wahrnehmung. In der Ausstellung VAKUUM überlagern sich Vergangenheit und Gegenwart zu Bildräumen, die zwischen Verdichtung und Auflösung oszillieren. Die Szenen erscheinen wie inszenierte Bühnenbilder: mal klar gefasst, mal atmosphärisch entzogen, stets offen für individuelle Deutung.

Rodes Figuren treten dabei als kopflose Akteure in Erscheinung. Diese bewusste Auslassung erweitert den Interpretationsspielraum und lenkt den Blick auf Körperhaltungen, Beziehungen und Konstellationen im Raum. Die dargestellten Situationen wirken wie Momentaufnahmen im Prozess – Spuren von Erinnerungen, flüchtige Augenblicke eines fortlaufenden Geschehens. Charakteristisch ist zudem das Spannungsverhältnis zwischen Retro anmutenden Interieurs und fragmentierten Außenräumen. Möbel, Muster und Naturausschnitte verbinden sich zu komplexen Collagen, in denen sich Realität und Imagination überlagern. VAKUUM beschreibt damit nicht Leere, sondern einen offenen Möglichkeitsraum, in dem sich Wahrnehmung, Erinnerung und Gegenwart überlagern und immer wieder neu verbinden.

CHRISTOPH RODE

VAKUUM

Einladung zu unseren 2 Vernissage-Tagen in der Galerie:

Freitag, den 24. April von 18.30-21 Uhr
Samstag, den 25. April von 12-16 Uhr

Einführende Worte spricht
Andreas Hoffer, freier Kurator am Freitag um 19 Uhr.

Christoph Rode wird anwesend sein.

Upcoming

LUDOVIC THIRIEZ

Sand Castle and Gators

­opening 29. Mai 2026
Ausstellungsdauer bis 3. Juli 2026

MUSEUMS EXHIBITION

DOM SIMON

A TOUCH OF HOPPER

The Hangar 107 Contemporary Art Centre, Rouen, FR
5. Februar – 12. Juli 2026

Dom Simons Werk steht im Kontext einer zeitgenössischen Bildgeschichte, in der Schärfe nicht mehr selbstverständlich ist. Obwohl seine Arbeiten oft fotografisch wirken, sind sie vollständig gezeichnet. Unschärfe ist dabei kein Effekt, sondern ein bewusstes Prinzip, das die Wahrnehmung verlangsamt und den Blick von der reinen Wiedererkennung hin zur Erfahrung verschiebt.

In A Touch of Hopper entfaltet sich dieser Ansatz als ein stillstehender Film aus Einzelbildern: isolierte Figuren bewegen sich durch urbane Räume, ohne sich je wirklich zu begegnen. Statt Hoppers modernem Blick auf die Welt entwirft Dom Simon eine postdigitale Realität, geprägt von Bildschirmen, Spiegelungen und Schaufenstern. Unschärfe wird so zu einer Form des Widerstands gegen die heutige Hyper-Sichtbarkeit und eröffnet Raum für Geheimnis, Zweifel und Offenheit. In diesem Sinne knüpft sein Werk an René Magritte an, der Kunst als etwas verstand, das über reine Darstellung hinausweist.

EXHIBITION

CHRISTIAN BRANDL

VERSUCH

Mannheimer Kunstverein, Mannheim, D
15. März – 10. Mai 2026

Christian Brandl (*1970) ist ein Maler der leisen Töne, der präzisen Komposition und der psychologischen Tiefe.Ausgebildet an der HGB Leipzig (Hochschule für Grafik und Buchkunst / Academy of Fine Arts) gehört Christian Brandl zur „Neuen Leipziger Schule“ und ist er ein Vertreter jener Tradition, die figurative Malerei als ernsthafte, vielschichtige Ausdrucksform versteht.

Sein Werk steht im Spannungsfeld zwischen bühnenartigen Inszenierungen und Lebensbildern. Die Bildkompositionen oszillieren zwischen scharfen Beobachtungen und unausgesprochenen Geheimnissen, zwischen kühler Eleganz und emotionaler Verdichtung in filmisch gedeckten Tönen im Retro Touch. Gerade durch diese Ambivalenz gelingt es Christian Brandl, in einer lauten Kunstwelt mit stiller Kraft zu bestehen und Bilder zu schaffen, denen ein hoher Erinnerungswert zu eigen ist.

Die Ausstellung zeigt einen Querschnitt durch das aktuelle Schaffen des Ausnahmekünstlers.

ZOLLERGASSE 29

CHRISTOPH RODE

VAKUUM

1414.03. – 18.04.2026

Die Ausstellung führt zwei österreichische Künstlerinnen in einen Dialog:

Adelheid Rumetshofer in der Malerei und Birgit Graschopf in der erweiterten Fotografie. Beide interpretieren Raum, Tiefe und Präsenz auf neue Weise.

Birgit Graschopfs Arbeiten beginnen bei der Fotografie, überschreiten deren klassische Grenzen jedoch konsequent. Sie verbindet Bild, Trägermaterial und architektonischen Kontext zu komplexen räumlichen Situationen.

Adelheid Rumetshofers Werke entfalten sich aus subtilen Farbschichtungen,
die durch wiederholtes Auftragen und Zurücknehmen entstehen. Farbe wirkt nicht als bloßes Darstellungsmittel, sondern als eigenständiges Element, das Räumlichkeit erzeugt und hinterfragt.

UPCOMING

CHRISTOPH RODE

VAKUUM

Einladung zu unseren 2 Vernissage-Tagen in der Galerie:

Freitag, den 24. April von 18.30-21 Uhr
Samstag, den 25. April von 12-16 Uhr

Einführende Worte spricht
Andreas Hoffer, freier Kurator am Freitag um 19 Uhr.